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Verhinderung von schwerwiegenden Muskelverletzungen und Kreuzbandverletzungen durch ein prospektives Propriozeptions- und Koordinationstraining im professionellen Frauenfußballsport |
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Knobloch K.1, Martin-Schmitt S.2, Gössling T.1, Jagodzinski M.1, Richter M.1, Zeichen J.1, Krettek C.1 |
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1Medizinische Hochschule Hannover, Unfallchirurgie, Hannover, 2FC Bayern München, Physiotherapie, München |
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Fragestellung: Kann das Verletzungsmuster und die Verletzungsschwere insbesondere von Muskelverletzungen durch eine prospektive Trainingsintervention mit propriozeptiven und koordinativen Übungen reduziert werden? Methoden: Bei 24 Fußballspielerinnen (1. Bundesliga, FC Bayern München) wurden alle Verletzungen sowie deren Begleitumstände, die zu mindestens einer Trainings- bzw. Spielpause resultierten, seit der Hinrundenspielzeit 2003/04 erfasst. In der Winterpause 2003/2004 wurde das Propriozeptionstraining (1x/Woche, 20min) initiiert. Daneben erfolgte die serielle Untersuchung der Spielerinnen bzgl. der Parameter Sprungkraft, Wurfkraft, Koordination und Beweglichkeit. Ergebnisse: In allen untersuchten Bereichen inklusive des Koordinationsvermögens konnte die Leistung der Spielerinnen signifikant erhöht werden. Seit der Einführung des Propriozeptionstraining sank die Anzahl der leichteren Muskelverletzungen ohne Spielpause von 36 auf 14 (p<0.05). Muskelverletzungen mit Trainings- bzw. Spielpause sanken nach der Trainingsintervention signifikant (12/3/0, p<0.05), so dass in der Hinrunde 2004/05 keine derartige schwerwiegendere Muskelverletzung auftrat. Während in der Hinrunde 2003/04 noch zwei vordere Kreuzbandverletzungen auftraten, konnten seit Beginn des Propriozeptionstrainings diese Verletzungen vollständig verhindert werden. Schlussfolgerungen: Nach einem Jahr des Propriozeptionstrainings konnten in einer Mannschaft der ersten Frauenfußballbundesliga schwere Muskelverletzungen mit Spielpause wie auch vordere Kreuzbandverletzungen vollständig verhindert werden. |
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