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Clin Res Cardiol 98, Suppl 1, April 2009 |
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P1383 - Vergleich eines portablen Notfallsystems mit der intraaortalen Ballongegenpulsation bei Hochrisiko Koronarintervention und im kardigenen Schock |
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M. Schlosser1, R. Pfeifer1, T. Fritzel1, H.-R. Figulla1, M. Ferrari1 |
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1Klinik für Innere Medizin I, Universitätsklinikum Jena, Jena; |
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Hintergrund: Eine perkutane Koronarintervention (PCI) wird als Hochrisiko PCI angesehen, wenn das Versorgungsareal des Zielgefäßes mehr als 50% des vitalen Myokards umfasst oder die LV Funktion hochgradig eingeschränkt ist. Insbesondere bei Notfalleingriffen im kardiogenen Schock oder während einer Hochrisiko PCI können Notfallsysteme, die funktionell eine miniaturisierte Herzlungenmaschine darstellen, eine hämodynamische Stabilisierung gewährleisten. Sie arbeiten im Gegensatz zur intraaortalen Ballongegenpulsation (IABP) unabhängig vom Herzrhythmus und mit kontinuierlichem Fluss. Fragestellung: Welche Ergebnisse sind Patienten, bei denen im Rahmen einer Hochrisiko PCI oder bei einem kardiogenem Schock eine miniaturisierte Herzlungenmaschine eingesetzt wird, im Langzeitverlauf verglichen mit einer IABP zu erwarten? Methodik: Das „Plug-and-Play“ Notfallsystem der Firma Lifebridge arbeitet computergestützt automatisiert und ist innerhalb von zehn Minuten einsetzbar. Bei automatischer Luftelimination und integriertem Oxygenator sind mit diesem 18 kg schweren, portablen Notfallsystem Flussraten von 3 bis 5 l/min mittels Kanülierung der Leistengefäße zu erzielen. Ergebnisse: Wir führten bei elf Patienten eine Hochrisiko PCI unter Schutz des Notfallsystems durch. Das Durchschnittsalter der Patienten betrug 77,1 +/- 7,1 Jahre. Die durchschnittliche Flüsse betrugen bei Kanülendicken von 15-17F arteriell und 17-19 F venöse im Mittel 3,4 +/- 0,13 l/min, worunter bei Dilatationszeiten des Hauptstammes bzw. des letzten offenen Koronargefäßes von bis zu 60 s angiographisch gute Ergebnisse erzielt werden konnten, ohne dass es zu einem relevanten Abfall des vorübergehend nicht-pulsatilen Blutdrucks kam. Die Kanülen wurden nach Gabe von Protamin unter lokaler Kompression entfernt. Der logistische Euroscore der Patienten betrug 47 +/- 1,3 %. Elf im gleichen Zeitraum mit einer IABP versorgte Patienten mit ähnlichem Risikoprofil wurden als Vergleichsgruppe ebenfalls 6 Monate nachbeobachtet. Das Durchschnittsalter betrug hier 75,7 +/- 7,3 Jahre (n.s.). Der Anteil von Patienten im kardiogenen Schock betrug in beiden Gruppen 60 %. Die Mortalität nach sechs Monaten war in der Gruppe der Lifebrifge Patienten signifikant geringer (25 % vs. 35 %), die Komplikationen (Blutbildabfall, Hämolyse, lokale Hämatome an der Punktionsstelle) waren in beiden Gruppen vergleichbar. Schlussfolgerung: Das „ Plug - and - Play“ Notfallsystem Lifebridge ermöglicht mittels perkutaner Kanülierung eine schnelle und sichere Unterstützung der Herz- und Lungenfunktion. So kann bei einer Hochrisiko PCI eine suffiziente und vom Herzrhythmus unabhängige Kreislaufunterstützung gewährleistet werden, was möglicherweise ein Vorteil gegenüber der vom Herzrhythmus und der patienteneigenen Hämodynamik anhängigen IABP. Zur Überprüfung dieser These müsste eine größere multizentrische Untersuchung mit größeren Patientenzahlen durchgeführt werden. |
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http://www.abstractserver.de/dgk2009/ft/abstracts/P1383.htm |