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Clin Res Cardiol 98, Suppl 1, April 2009 |
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V1608 - Effektiver und sicherer Einsatz einer tragbaren Herz-Lungen-Maschine im kardiogenen Schock sowie zur Kreislaufunterstützung bei interventioneller Therapie |
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S. Sonntag1, M. Ferrari2, M. Hug3, M. Segerer3, U. Mehlhorn4, H. Mudra3, H.-R. Figulla2, F. X. Kleber1 |
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1Klinik f. Innere Medizin / Kardiologie, Unfallkrankenhaus Berlin, Berlin; 2Klinik für Innere Medizin I, Universitätsklinikum Jena, Jena; 3Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Intern. Intensivmed., Klinikum Neuperlach, Städtisches Klinikum München GmbH, München; 4Klinik und Poliklinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Klinikum der Universität Mainz, Mainz; |
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Einleitung: Die interventionelle koronare Reperfusion ist das zentrale Therapieprinzip des kardiogenen Schock auf Grundlage eines akuten Myokardinfarkts. Dieser Weg bleibt aber im fortgeschrittenen kardiogenen Schock, d.h. beim Fehlen eines suffizienten Blutkreislaufs auch unter konventioneller medikamentöser oder apparativer Therapie, wie beispielsweise einer IABP, oder bei zugrundeliegender koronarer Mehrgefäßerkrankung insbesondere mit Hauptstammbeteiligung oft verschlossen. In diesem Fällen kann eine tragbare und schnell verfügbare Herz-Lungen-Maschine (HLM) eine interventionelle oder kardiochirurgische Therapie ermöglichen. Darüber hinaus sind aufgrund eines hohen perioperativen Risikos zunehmend ältere und multimorbide Patienten der kardiochirurgischen Therapie einer koronaren Herzkrankheit oder Herzklappenerkrankung nicht mehr zugänglich. Mit Hilfe der Kreislaufunterstützung durch eine HLM kann hier der Weg für eine interventionelle Therapie geebnet werden. Methoden: In einem multizentrischen und prospektiven Register mit konsekutivem Einschluss wurden Daten vor, während und nach dem Einsatz des Lifebridge B2T-Systems erfasst. Das tragbare System beinhaltet als HLM einen Oxygenator und eine Zentrifugalpumpe und gestattet einen Blutfluss von bis zu 6 l/min. Es verfügt über eine automatische Luftdetektion und -elimination. Das Priming des ‚Plug’n Play’ mit einem Basismodul verbundenen Patientenmoduls erfolgt automatisiert innerhalb von 5 - 10 min. Der Zugang erfolgt perkutan über mittels Seldinger-Technik eingebrachte Femoralkanülen (arteriell 14-17F, venös 17-23F). Ergebnisse: Bei 39 Patienten (Pat.) (73 +/- 10 a) wurden in 4 Zentren perkutane kardiale Interventionen unter Verwendung des Lifebridge B2T-Systems durchgeführt. 24 Pat. (62 %) hatten ein akutes Koronarsyndrom bzw. waren im kardiogenen Schock. Bei 8 Pat. wurde eine elektive Hochrisiko-PCI durchgeführt, bei 7 Pat. wurde eine off-pump oder Standard Bypass-OP unterstützt. Bei 4 Pat. wurde darüber hinaus eine Valvulopastie der Aortenklappe, bei 1 Pat. mit fulminanter Lungenembolie wurde eine Thrombektomie durchgeführt. Die Unterstützung durch die HLM dauerte durchschnittlich 162 min (20 - 920 min). Der mittlere arterielle Blutdruck blieb periinterventionell stabil: 76 +/- 23 mmHg vor, 74 +/- 21 mmHg während und 76 +/- 21 mmHg am Ende der Unterstützungszeit. Über mit der HLM assoziierte ernsthafte Komplikationen, insbesondere schwere Blutungs- und Gefäßkomplikationen, wurde nicht berichtet. Zusammenfassung: Das Lifebridge B2T-System kann effektiv und sicher im kardiogenen Schock sowie zur Kreislaufunterstützung bei interventioneller Therapie einer kardiochirurgisch nur mit hohem Risiko behandelbaren koronaren Herzkrankheit oder Herzklappenerkrankung verwandt werden. Das vorgestellte multizentrische und prospektive Register dient zur Definition der dafür notwendigen Einsatzkriterien und -algorithmen. |
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http://www.abstractserver.de/dgk2009/ft/abstracts/V1608.htm |